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PORTRAIT

Wir haben die Freiheit zum Ehrenamt

Dipl.-Ing. Klaus-Hinrich Vater

IT-Unternehmer und Gründer
der Vater-Unternehmensgruppe.

vater-gruppe.de

Er ist eine Größe in der Unternehmer*innenschaft im Norden. Seit mehr als 15 Jahren setzt sich Klaus-Hinrich Vater öffentlich für das Thema Wahrnehmung von Unternehmer*innen ein. Man spürt die Leidenschaft, mit der er selbst Unternehmer ist. Seine Augen funkeln. Er wollte schon immer selbstständig sein.

Bereits als Jugendlicher war es sein Ziel. Er wollte gerne Verantwortung für sich und andere übernehmen und neue Arbeitsplätze schaffen. Eine besondere Erfahrung aus seiner Kindheit ist die Arbeit auf einem Bauernhof, wo er „aus purer Lust“ gearbeitet hat, und dann – im Alter von 13 Jahren! – die Bauersleute eine Woche lang vertreten hat auf einem Hof mit 300 Tieren. 

 

Verantwortung hat ihn immer fasziniert

Bereits mit 31 Jahren hat der Vater von heute vier Kindern sich 1997 selbstständig gemacht. Inzwischen beschäftigt die Vater-Unternehmensgruppe rund 550 Mitarbeiter*innen. Er erzählt davon nicht lange, viel wichtiger ist es ihm, über das zu sprechen, was Unternehmer*innen – und auch er selbst – noch neben der fachlichen und unternehmerischen Arbeit alles tun. Die Freiheit, die viele Unternehmer*innen motiviert, besteht auch darin, dass man sich engagieren kann, zeitlich und finanziell. Das Ehrenamt ist Klaus-Hinrich Vater im Wortsinne eine Ehre. Er wünscht sich mehr Sichtbarkeit dieses in der Summe erheblichen Beitrags zum Funktionieren unserer Gesellschaft. 

Unternehmer*innen sind relevant für die Gesellschaft

Feuerwehr, Wirtschaftsjunioren, THW Kiel, seine ehrenamtliche Arbeit ist vielfältig und umfasst das Amt des Vizepräsidenten der des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und bis zur Mitte dieses Jahres auch den Posten des Präsidenten der Industrie- und Handelskammer zu Kiel. Wie einige Unternehmer*innen ist Klaus-Hinrich Vater auch noch Honorarkonsul, er vertritt die Republik Estland in Schleswig-Holstein. „Das gesellschaftliche Engagement der Unternehmer*innen wird nirgendwo dargestellt“, sagt Vater im Interview. „Wir brauchen Geschichten darüber in den Medien.“ Er engagiert sich, weil er den Standort stärken will, es geht ihm um die Zukunft nicht nur seines Unternehmens, sondern der ganzen Gesellschaft seiner Region. Er will etwas zurückgeben. „Das gehört sich so.“

 

Unternehmergeist ist eine Tugend

„Ich habe erlebt, wie großartig es ist, eigene Ideen umsetzen zu können, fieberhaft daran zu arbeiten, Rückschläge zu überwinden, und es dann zu schaffen.“ Bei aller Leidenschaft ist er auch selbstkritisch. Der hohe zeitliche Einsatz hat sein privates Umfeld belastet. Inzwischen ist er da umsichtiger. Anstand und Partnerschaftlichkeit – das sind die Werte, denen er seinen Erfolg verdankt. „Alleine schafft man gar nichts!“ Er hat schon viel geschaffen. Er hinterlässt auf eine norddeutsche Art fast unbemerkt echten Eindruck. Sein Unternehmergeist ist schon fast eine Tugend.