Anhang

ANHANG

Glossar

Wir verwenden eine genderdifferenzierte Schreibweise in dieser Studie, um deutlich zu machen, dass die verwendeten Begrifflichkeiten sowohl Frauen als auch Männer einschließen. Da, wo nur die männliche Form eingesetzt wird, sind jeweils nur die männlichen Vertreter dieses Begriffes gemeint, oft geschieht das in einem historischen Rückgriff und wird innerhalb des Textes auch an Ort und Stelle dahingehend kommentiert. Begriffe mit einem höheren Abstraktionsgrad werden in einer nicht-personenbezogenen Form mit ihrem jeweiligen grammatischen Geschlecht verwendet.

 

Bei bestimmten Begriffen haben wir uns entschieden, explizit eine gegenderte Version zu verwenden: 

 

Unternehmer*innenschaft – Hier sollen sowohl männliche als auch weibliche Menschen, die ein Unternehmen gegründet haben, dargestellt werden.

Unternehmergeist – Hier verzichten wir auf eine gegenderte Schreibweise aufgrund des höheren Abstraktionsgrades des Begriffes.

Unternehmertum – Hier verzichten wir auf eine gegenderte Schreibweise aufgrund des höheren Abstraktionsgrades des Begriffes.

Unternehmer*in-SEIN – Hier wird wiederum die gegenderte Schreibweise verwendet, weil der Begriff explizit die Menschen erfassen will, die Unternehmen führen und gründen – also Männer und Frauen explizit ansprechen soll.

„Der Unternehmer“ – An den Stellen, an denen der Begriff ungegendert in seiner männlichen Form verwendet wird, wird dieser Begriff explizit als ein Rückgriff auf den historischen Bedeutungsumfang des männlichen Unternehmensgründers eingesetzt und in einen diesbezüglichen Kontext gestellt.

Unternehmer*innenbild – Analog zu den Begriffen Unternehmer*innen-SEIN oder Unternehmer*innenschaft wollen wir bewusst hier die gegenderte Schreibweise einsetzen, um die neue Vorbildfunktion, die wir in der Studie herausarbeiten, für Männer und Frauen gleichermaßen zu verdeutlichen.

 

Erläuterung verwendeter Begrifflichkeiten:

 

Schumpeter’scher Unternehmerbegriff: In Bezug auf die von Joseph A. Schumpeter Anfang des 20. Jahrhunderts aufgestellte Definition des „Unternehmers“ werden in den Studienkapiteln die Schwierigkeiten und notwendigen Abgrenzungen von dieser Definition diskutiert. Nach Schumpeter gliedert sich das Verständnis des Unternehmer-Begriffes in folgende zwei Bereiche: 1) der kreative Zerstörer oder Pionier-Unternehmer, der mit seiner dynamisch-kreativen Persönlichkeit Innovationen vorantreibt und so den Markt immer wieder disruptiert; sowie 2) der Nichtpionier-Unternehmer oder auch Wirt, der verwaltend und optimierend auftritt.

Global Entrepreneurship Monitor (GEM): Der GEM ist ein jährlich erscheinender Bericht zum Stand der Gründungsaktivitäten in 50 Ländern weltweit und vergleicht die Gründungsquoten dieser Länder seit 1999. Es werden Daten zur Gründungsaktivität und Gründungseinstellung erhoben. Als Schlüsselindikator wird die Total Early-Stage Entrepreneurial Activity (TEA) zum Vergleich herangezogen (siehe nächster Eintrag).

TEA: Die TEA-(Total Early-Stage Entrepreneurial Activity-)Quote bezeichnet den Prozentanteil derjenigen 18–64-Jährigen, die während der letzten 3,5 Jahre ein Unternehmen gegründet haben und/oder gerade dabei sind, ein Unternehmen zu gründen.

Die mitunter diffuse Verwendung der Begriffe Unternehmer*in, Gründer*in oder auch Entrepreneur*in wird im Verlauf der Studie, unter anderem auch in dem Kapitel „Die Unaussprechlichen“, eingehend beleuchtet und in den schwankenden Bedeutungsumfängen diskutiert. Daher wird bei der jeweiligen Verwendung auf den Kontext hingewiesen und der Einsatz des jeweiligen Begriffes an ebendieser Stelle eingeordnet.

 

„Ich war im achten Monat schwanger, als ich gegründet habe. Als Mutter und Unternehmerin bin ich bei mir selbst angekommen. Ich würde es sofort wieder tun.“

BÄRBEL BOY

ANHANG

Literatur

Medien- und Blogartikel

• Ad-Magazin: Interview Frederik Bille Brahe, Link, Zugriff am 02.06.2021.

• DIE WELT; Mittelstand: Schwierige Nachfolger-Suche gefährdet die deutsche Wirtschaft, Link, Zugriff am 11.10.2021.

• DIE WELT: Unternehmerbild im Wandel, Link: https://www.welt.de/print-welt/article651386/Unternehmerbild-im-Wandel.html, Zugriff am 20.10.2021.

• Edition F: „Ich habe gelernt mir mein Scheitern selbst zu vergeben“, Link, Zugriff am 16.08.2021.

• Frauenbusiness: 10 Filme und TV-Serien über inspirierende Frauen, Link: https://frauenbusiness.biz/10-filme-und-tv-serien-ueber-inspirierende-frauen, Zugriff am 23.08.2021.

• Future Biz: Social-Media-Nutzung: Gen Z vs. Millennials (Gen Y), Link: https://www.futurebiz.de/artikel/social-media-nutzung-gen-z-millennials, Zugriff am 08.10.2021.

• Goldeimer: Gemeinwohl-Ökonomie, Link, Zugriff am 05.08.2021.

• Gründer.de: Gründer-Serien: 5 inspirierende Serien-Tipps für Unternehmer, Link, Zugriff am 23.08.2021.

• Handelsblatt: Kein Heimspiel für Gründer, Ausgabe vom 11.08.2021.

• Handelsblatt: Deutschland braucht mehr Gründermut, https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-deutschland-braucht-mehr-gruendermut/27586974.html?ticket=ST-6924555-czBbcakIyyeW7rJ1okvh-cas01.example.org, Zugriff am 11.10.2021.

• Handelsblatt: Chinesische Investoren kaufen kaum noch deutsche Unternehmen, Link, Zugriff am 10.10.2021.

• Harvard Business Review: The Net Positive Manifesto, Vol. 99/Iss. 5, September/Oktober 2021.

• manager magazin: Gründerwelle in Deutschland: Die Corona-Unternehmer, Link: https://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/gruenderwelle-in-deutschland-die-corona-unternehmer-a-940ea364-a331-4292-9f17-9ca3d7979c6a, Zugriff am 28.05.2021.

• manager magazin: Neue Väter braucht das Land, Link: https://www.manager-magazin.de/harvard/neue-vaeter-braucht-das-land-a-a36cb1a9-0002-0001-0000-000044428787, Zugriff am 18.10.2021. 

• manager magazin (Harvard Business Manager): Vordenker-Serie: Joseph Schumpeter – Der kreative Zerstörer, Link: https://www.manager-magazin.de/harvard/management/joseph-schumpeter-innovation-und-schoepferische-zerstoerung-a-00000000-0002-0001-0000-000091405742, Zugriff am 14.10.2021.

• Moviepilot: Die besten Serien-Unternehmen bei Netflix, Link, Zugriff am 23.08.2021.

• Spiegel.de: Nach dem Abschluss in die Selbstständigkeit – Gründe fürs Gründen – direkt nach der Uni, Link, Zugriff am 10.08.2021.

• Zeit online; „Girlboss“ – Übers Scheitern spricht man nicht, Link, Zugriff am 23.08.2021.

• Zeit online: Jeder kann ein Unternehmer sein, Link: https://www.zeit.de/karriere/beruf/2016-12/existenzgruendung-gruender-unternehmen-entrepeneurship?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F, Zugriff am 14.10.2021.

 

Stiftungen und Studien

• Deutscher Industrie- und Handelskammertag: DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2019.

• DIE FAMILIENUNTERNEHMER | DIE JUNGEN UNTERNEHMER: Marktwirtschaft und Unternehmertum in deutschen Schulbüchern, April 2017.

• Friedrich-Ebert-Stiftung: Wirtschafts- und Sozialpolitik: Eine neue Kultur der Selbstständigkeit – Voraussetzungen für ökonomischen und sozialen Fortschritt, Februar 2006.

• Forschungsinstitut für Ordnungspolitik (Hrsg.): Das Unternehmerbild in der Bevölkerung: Erste Ergebnisse einer empirischen Studie zur Zukunft der Erwerbsarbeit, Arbeitspapier Nr. 10, Köln, 8/2000, http://www.fores-koeln.de/fio/ap10.pdf, Zugriff am 18.10.2021.

• Global Entrepreneurship Monitor 2019/2020: Unternehmensgründung im weltweiten Vergleich – Länderbericht Deutschland 2019/20, Link: https://www.rkw-kompetenzzentrum.de/publikationen/studie/global-entrepreneurship-monitor-20192020, Zugriff am 28.05.2021.

• Global Entrepreneurship Monitor 2020/2021: Global Report, Global Entrepreneurship Research Association, London Business School, 2021.

• Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Leipzig (Hrsg.): Das Unternehmerbild in der Öffentlichkeit, Ergebnisse einer Umfrage im IHK-Bezirk Leipzig und Vorstellung der Initiative „Unternehmen machen Schule“, Leipzig 2014.

• Institut der deutschen Wirtschaft Köln, im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Unternehmensnachfolge durch Frauen, 2009.

• Institut für Mittelstandsforschung Bonn, Bijedic, Teita und Wolter, Hans-Jürgen: Denkpapier, Kultur unternehmerischer Selbstständigkeit, November 2018, Link, Zugriff am 19.10.2021.

• Joachim Herz Stiftung: Warum gründen Deutschlands Forscher:innen nicht? Zur Psychologie des Gründens, 2021.

• Körber-Stiftung: Start-up 50plus, Link, Zugriff am 31.05.2020.

• Nachfolger: Corona und die Nachfolge im Mittelstand, Link, Zugriff am 11.10.2021.

• Wissenschaftliche Studie TU Dortmund – Persönlichkeiten von Gründerinnen und Gründern.

• Youth Entrepreneurship Barometer 2007: Einstellung Jugendlicher zur unternehmerischen Selbstständigkeit.

 

Fachbücher und Fachzeitschriften

• Bachmeier, Andreas: Unternehmerbashing –
Warum unsere Gesellschaft eine neue Unternehmerkultur braucht – Eine Streitschrift, Springer Verlag 2018.

• Berghoff, Hartmut: Moderne Unternehmensgeschichte – Eine themen- und theorieorientierte Einführung, 2. aktualisierte Auflage, Berlin/Boston 2016.

• Bührmann, Andrea D.: Diversifizierungsprozesse unternehmerischer Akteure und ihre (möglichen) Folgen, in: Sozialer Fortschritt, September/Oktober 2015, Vol. 64, No. 9/10 (September/Oktober 2015), pp. 215–220. 

• Faltin, Günther: Handbuch Entrepreneurship, Springer Gabler 2018.

• Gröschl, Jutta, Welter, Friederike: Unternehmer und Unternehmerinnen in Deutschland, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 16–17/2016, Link, Zugriff am 22.10.2021.

• Klein, Sabine: Familienunternehmen – Theoretische und empirische Grundlagen, 1. Auflage 2010.

• Klein, Rebekka, Ebbers, Illona: Bundeszentrale für politische Bildung APuZ, Kultur der unternehmerischen Selbstständigkeit, Link

• Konrad, Dr. Elmar D.: Was macht Unternehmer erfolgreich? Erklärungsansätze unternehmerischen Verhaltens, 2007.

• Kuckertz, Dr. Andreas, Stöckmann, Dipl.-Wirt.-Inf. Christoph: Innovatoren, Arbeitsplatzgeneratoren und Hoffnungsträger – Das Unternehmerbild in der Gesellschaft.

• Petzina, Dieter: Das Unternehmensbild im Entwicklungsprozess: Wirtschafts- und dogmenhistorische Dimension, in: 1. Röpke-Symposium „Das Unternehmerbild in der Sozialen Marktwirtschaft“ der HWK Düsseldorf, 14.08.2008.

• Pongratz, Hans J., Abbenhardt, Lisa: Selbständigkeit, Unternehmertum oder Entrepreneurship? Differenzierungen der Felder unternehmerischen Handelns, in: Sozialer Fortschritt, September/Oktober 2015, Vol. 64, No. 9/10 (September/Oktober 2015), pp. 209–215.

• Rarisch, Illsedore: Das Unternehmerbild der deutschen Erzählliteratur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Colloquium-Verlag Berlin.

• Richter, Nancy, Schildhauer, Thomas: Bundeszentrale für politische Bildung: Innovation, Gründungskultur und Start-ups made in Germany, Link, Zugriff am 03.08.2021.

• Schlösser, Prof. Dr. Hans Jürgen, Schuhem, PD Dr. Michael, Schlösser, Helene: Ökonomische Inhalte in Kinder- und Jugendbüchern, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Juli 2021.

• Stephan, Ute, Lukes, Martin, Dej, Dominika, Richter, Peter G.: Werden Unternehmen in Polen, Tschechien und Deutschland gleich wahrgenommen? – Kulturunterschiede im Unternehmerbild, Wirtschaftspsychologie, Heft 2/2005.

• Volkmann, Prof. Dr. Christine K., Tokarski, Prof. Dr. Kim Oliver: Unternehmerbild und Einstellungen zum Entrepreneurship: Eine explorative Befragung von Studierenden in fünf europäischen Ländern, BFuP (62) 2010, Heft 6.

• Werhahn, Peter H.: Der Unternehmer – Seine ökonomische Funktion und gesellschaftspolitische Verantwortung, Ordo socialis 1990.

• Wirtz, Otto; Filmökonomik: Wirtschaft, Unternehmerbilder und Arbeitsrecht in deutschsprachigen Spielfilmen der Nachkriegsjahre.

• Wyrwich, Michael, Sternberg, Rolf, Stuetzer Michael: Failing role models and the formation of fear of entrepreneurial failure: a study of regional peer effects in German regions, in: Journal of Economic Geography 19 (2019), pp. 567–588.

• Zimmermann, Wolfgang: Ehrbarer Kaufmann, Ausbeuter, Freigeist: Unternehmerbilder der öffentlichen Wahrnehmung, Gabler Verlag 2014.

• Zimmermann, Wolfgang: Unternehmer sind Verrückte – Wie Unternehmer Grenzen überwinden und was Manager von ihnen lernen können, Springer Gabler Verlag, 2. Auflage 2012, 2014.

• Zwack, Dr. Mirko: Was würde Steve tun? Zum narrativen Schatten herausragender Führungspersönlichkeiten, OrganisationsEntwicklung, Nr. 2, 2012, pp. 55–58.